Filmautor Dr. Edmund Ballhaus mit den Sorbinnen Anna Krautz und Marie Kotsch während
der Dreharbeiten zu "Über der Kohle wohnt der Mensch" Sommer 1995 (Foto: Alicia Gerike)
Kulturwissenschaftliches Filmen im Umbruch
Die Filmarbeit von Edmund Ballhaus
Autor: Peter Gürge Norderstedt 2000
512 Seiten, 49 EUR ISBN 978-3-8391-0616-7
Der Autor untersucht die Strategien und Konzepte des Göttinger Kulturwissenschaftlers Edmund Ballhaus, der mit seiner Filmarbeit die Entwicklung des wissenschaftlichen Films seit Mitte der achtziger Jahre maßgeblich beeinflußte. Detaillierte Analysen seiner ersten zwölf, in den Jahren 1986 bis 1996 entstandenen Filme verdeutlichen seine Abkehr von überholten inhaltlichen und methodischen Standards und die Entwicklung eines eigenständigen Typus des kulturwissenschaftlichen Films. Dieser rückt den Menschen in den Mittelpunkt der Betrachtung und erteilt den Gefilmten selbst das Wort. Damit wurde sowohl dem klassischen Erklärdokumentarismus des Fernsehens als auch dem distanzierten Dokumentationsstil des Instituts für den Wissenschaftlichen Film (IWF) ein neues Modell gegenübergestellt. Darüber hinaus löste sich Edmund Ballhaus von der traditionellen Arbeitsteilung in Hinblick auf Recherche, Konzeption und Umsetzung und ersetzte sie durch den selbstfilmenden Wissenschaftler, der für alle Arbeitsschritte einer Filmproduktion allein verantwortlich ist. Seine bereits 1987 veröffentlichten Forderungen verwirklichte er nicht nur in seinen Filmen, sondern auch mit der Gründung der Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film (GfkF) und der Einrichtung eines Studienganges Visuelle Anthropologie in Göttingen. In die Untersuchung einbezogen wurde eine im Anhang des Buches wiedergegebene Befragung des Filmautors, welche die Analyse um interessante Details sowohl in Hinblick auf die Entstehungsbedingungen einzelner Filme als auch auf seine persönlichen Überzeugungen und Beweggründe ergänzt.

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Kulturwissenschaftliches Filmen im Umbruch
Die Drei Dreiecke V.i.S.d.P.  Dr. Peter Gürge, Emilienstraße 2, 65193 Wiesbaden,

SALINE LUISENHALL. ARBEITSALLTAG IN EINER SIEDEPFANNENSALINE; Produktion: 1986; Publikation: 1988; 1-Zoll-Video; Farbe; 60 Minuten; Autor: Edmund Ballhaus; Kamera und Ton: M. Krüger, K. Bertram, K. Kemner, H. Seebode, Th. Spielböck; Produktion und Veröffentlichung: Institut für den Wissenschaftlichen Film Göttingen. SPATENHERSTELLUNG IM WESERTAL. VOM WANDEL EINES TRADITIONELLEN HANDWERKES; Produktion: 1986; Publikation: 1988; 16mm; Farbe; 42 Minuten; Autoren: Edmund Ballhaus, Reinhold Wüllner; Kamera und Ton: H. Wittmann, K. Kemner; Produktion und Veröffentlichung: Institut für den Wissenschaftlichen Film Göttingen. WESERFISCHEREI IN NIENBURG. ARBEITSALLTAG DER FAMILIE DOBBERSCHÜTZ; Produktion: 1986/87; Publikation: 1989; 16mm; Farbe; 52 Minuten; Autor: Edmund Ballhaus; Kamera und Ton: M. Krüger, K. Kemner, H. Seebode; Produktion und Veröffentlichung: Institut für den Wissenschaftlichen Film Göttingen. STERNSINGEN IN HILDESHEIM. EIN HEISCHEBRAUCH IM WANDEL; Produktion: 1987; Publikation: 1989; 16mm; Farbe; 45 Minuten; Autoren: Edmund Ballhaus, Helga Stein; Kamera und Ton: H. Wittmann, M. Krüger, G. Matzdorf, K. Bertram, K. Kemner, R. Feldmann; Produktion und Veröffentlichung: Institut für den Wissenschaftlichen Film Göttingen. ZERBRECHLICHE TRADITION. VOM GLASBLÄSER ZUM INDUSTRIEARBEITER; Produktion: 1990/91; Publikation: 1991; S-VHS (Postproduktion Betacam SP); Farbe; 34 Minuten; Autor: Edmund Ballhaus unter Mitarbeit von Kerstin Tschinkowitz; Kamera: Edmund Ballhaus; Kameraassistenz und Ton: Kerstin Tschinkowitz; Schnitt: Kerstin Tschinkowitz; Produktion: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen, Seminar für Volkskunde Göttingen; Veröffentlichung: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen. SCHERBENLESE IM GRENZGEBIET; Produktion: 1990/91; Publikation: 1991; S-VHS (Postproduktion Betacam SP); Farbe; 30 Minuten; Autor: Edmund Ballhaus; Kamera: Edmund Ballhaus; Kameraassistenz und Ton: Kerstin Tschinkowitz; Schnitt: Heike Brümmer; Interviews: Cornelia Ballhaus, Kerstin Tschinkowitz; Produktion: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen, Seminar für Volkskunde Göttingen; Veröffentlichung: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen. VON DER HUNGERSTRASSE INS FREILICHTMUSEUM. EIN TAGELÖHNERHAUS ZIEHT UM; Produktion: 1991/92; Publikation: 1992; Betacam SP; Farbe; 41 Minuten; Autor: Edmund Ballhaus; Kamera: Edmund Ballhaus; Kamera-Assistenz und Ton: Matthias Henkel, Anton Müller, Sabine Ulfikowski; Interviews: Heike Brümmer, Kerstin Tschinkowitz, Karin Weigt; Schnitt: Heike Brümmer, Matthias Henkel; Produktion: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen, Seminar für Volkskunde Göttingen; Veröffentlichung: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen. LÖWE FRISST GAMS; Produktion: 1991; Publikation: 1992; Betacam SP; Farbe; 47 Minuten; Autor: Edmund Ballhaus in Zusammenarbeit mit Georg Antretter; Kamera: Edmund Ballhaus; Kamera- Assistenz und Ton: Matthias Henkel; Interviews: Georg Antretter; Schnitt: Karin Weigt; Produktion: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen und Seminar für Volkskunde Göttingen in Kooperation mit dem Heimat- und Geschichtsverein Aschau; Veröffentlichung: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen. WO NOCH DER HERRGOTT GILT.... KATHOLISCH SEIN IM EICHSFELD; Produktion: 1992/93; Publikation: 1993; Betacam SP; Farbe; 49 Minuten; Autor: Edmund Ballhaus in Zusammenarbeit mit Britta Heinrich; Kamera: Edmund Ballhaus; Ton: Matthias Henkel, Britta Heinrich; Schnitt: Kerstin Tschinkowitz; Produktion: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen; Veröffentlichung: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen, Institut für den Wissenschaftlichen Film Göttingen. WO NOCH DER HERRGOTT GILT.... BEOBACHTUNGEN IM EICHSFELD; Produktion: 1992/93; Publikation: 1993; Betacam SP; Farbe; 28 Minuten; Autor: Edmund Ballhaus in Zusammenarbeit mit Britta Heinrich; Kamera: Edmund Ballhaus; Ton: Matthias Henkel, Britta Heinrich; Schnitt: Kerstin Tschinkowitz; Produktion: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen; Veröffentlichung: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen, Institut für den Wissenschaftlichen Film Göttingen, Mitteldeutscher Rundfunk. ÜBER DER KOHLE WOHNT DER MENSCH. WANDLUNGSPROZESSE DER SORBISCHEN KULTUR IN DER NIEDERLAUSITZ; Produktion: 1995; Publikation: 1996; Betacam SP; Farbe; 70 Minuten; Autor: Edmund Ballhaus in Zusammenarbeit mit Cornelia Ballhaus und Alicia Gerike; Kamera: Edmund Ballhaus; Ton: Alicia Gerike; Schnitt: Cornelia Ballhaus, Alicia Gerike; Produktion: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen; Veröffentlichung: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen, Institut für den Wissenschaftlichen Film Göttingen. ACH WÄR’ ICH DOCH EIN JUNGGESELL’ GEBLIEBEN.... SPERGAUER LICHTMESS – EIN JUNGGESELLENBRAUCH; Produktion: 1995/96; Publikation: 1996; Betacam SP; Farbe; 58 Minuten; Autor: Edmund Ballhaus in Zusammenarbeit mit Cornelia Ballhaus und Annette Schneider; Wissenschaftliche Beratung: Jürgen Jankofsky; Kamera: Edmund Ballhaus, Frank Duske; Kameraassistenz: Claudia Doll, Ulrike Schmidt; Ton: Cornelia Ballhaus; Schnitt: Birgit Alscher; Cornelia Ballhaus; Produktion und Veröffentlichung: Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film Göttingen.